70.) Wildspitze (3772m) - Höchster Berg Tirols vom 3. bis 5. Juli 1994 Ötztal/Tirol

(mit Brigitte und Smrzka Thomas)

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       Der Aufstieg zur Breslauer Hütte (2840m)

3. Juli: Von Vent (1896m) im Ötztal fahren wir mit dem Sessellift hinauf zum Stablein (2356m). Um 16:25 gehen wir von der Bergstation ab. Es geht über einen gemütlichen Weg, der nur kurz vor der Hütte etwas steiler wird, hinauf zur Breslauer Hütte (2848m). Die Temperatur ist ganz angenehm, da es im Tal an die 30° Celsius hat. Um 17:45 erreichen wir nach einer Gehzeit von 1:20 die Hütte die "Fest in Deutscher Hand" ist.

2840m 3554m
Die Breslauer Hütte Am Mitterkarferner Am Ötztaler Urkund

4. Juli: Um 5:15 gehen wir im Morgengrauen von der Hütte los. Steil führt der Weg hinauf zum Urkundkolm (3140m). Weiter geht es steil auf einem anspruchsvollen Felsgrat bei dem man "Hände und Füße" braucht, dann wieder über Schneefelder hinauf bis zu einer Höhe von ca. 3500m. Um 8:30 sind wir etwa 50 Hm unterhalb des Ötztaler Urkund und sehen die 270 Höhenmeter hinauf zum Gipfel. Ein ca. 10 Meter breites extrem steiles Schneefeld das es jetzt zu überqueren gilt, bringt uns auf die Idee an dieser Stelle umzukehren. Da der Schnee immer weicher wird und wir den weiteren Verlauf des Weges nicht einsehen können, also nicht wissen was uns noch erwartet, fällt uns die Entscheidung nicht schwer. So klettern wir mühselig den Weg hinunter und kommen nach einer ausgiebigen Rast um 13 Uhr wieder bei der Breslauer Hütte an.

3468m

Am Mitterkar Joch

Der Blick hinunter auf das Mitterkar Joch (3468m) 3772m

Die letzten Meter zum Gipfel

5. Juli: Wieder gehen wir um 5:15 im Morgengrauen von der Hütte los. Zuerst führt der Weg flach über die Ausläufer des Gletschers hinauf bis zum Einstieg in das Mitterkarjoch wo wir unsere Steigeisen anlegen. Das Wetter ist heute nicht so schön wie gestern. Der Gipfel hüllt sich in Wolken und im Tal liegt noch Nebel. Der steile Weg hinauf auf das Joch ist sehr kräfteraubend. Um 7:30 sind wir dann am Mitterkarjoch (3468m). Jetzt kommen wir in den Nebel und es wird kalt und windig. An den Handschuhen und der Haube bilden sich langsam Eiszapfen. Wir steigen jedoch ganz langsam hoch ohne je den Gipfel zu sehen. Nur zwei Frauen sind vor uns. Sie kommen, weil das Wetter so grauenhaft ist, etwa 15 Minuten bevor wir den Gipfel erreichen wieder herunter. Als wir am letzten Felsstück vor dem Gipfel sind meint es das Wetter plötzlich gut mit uns - es reißt auf - wir sehen das Gipfelkreuz 30 Meter vor uns. Um 9 Uhr sind wir dann nach einer Gehzeit von 3 3/4 Stunden bei sehr gutem Wetter am Gipfel. Wir haben eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Berge. Um 9:30 steigen wir langsam ab. Die einzige Schwierigkeit: Der Abstieg über den inzwischen weichen Schnee über das steile Mitterkarjoch (sicher 50°) bei dem ich beinahe zweimal ausgerutscht wäre. Der weitere Weg über die flachen Schneefelder ist sehr bequem, sodass wir um 11:45 wieder die Breslauer Hütte erreichen. Von 14:20 bis 15:00 gehen wir hinunter zur Bergstation und fahren dann wieder mit dem Sessellift hinunter nach Vent.

 


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