71.) Weißkugel (3739m) vom 6. bis 9. Juli 1994 Melag/Südtirol

(mit Brigitte und Smrzka Thomas)

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Der Blick von der Weißkugel Hütte (2557m) zur Weißkugel (3739m)

Der Gipfelgrat

2557m

Bei der Weißkugel Hütte

6. Juli: Wir fahren über den Reschenpaß bis Graun und dann links hinein in das Langtauferer Tal bis nach Melag (1925m). Am späten Nachmittag geht's in sehr sportlichem Tempo auf einem Anfangs steileren, dann flacheren Weg hinauf zur Weißkugelhütte (2557m). Unsere Gehzeit beträgt 1 3/4 Stunden - lt. Führer braucht man 2 1/2 - 3 Stunden. Gerade bevor es so richtig zu regnen beginnt erreichen wir noch die Hütte. Diese Hütte ist klein und sehr gemütlich. Es gibt wunderbare Spaghetti. Für die Übernachtung sind wir nur sechs Gäste.

Am Langtauferer Ferner Die Eisbrüche

7. Juli: Das Wetter ist schlecht. Es nieselt, die Wolken hängen tief herab. Ab 10 Uhr bessert sich das Wetter, sodass wir um 11 Uhr eine Wanderung hinauf über den Langtauferer Ferner zum Eisbruch starten. Gegen 14 Uhr sind wir wieder bei der Hütte. Das Wetter wird immer besser und wir erleben einen herrlichen fast wolkenlosen Abend. Diesmal sind wir die einzigen Gäste die in der Hütte schlafen.

 

8. Juli: Um 5:15 geht es wieder einmal los. Wir zögern und überlegen da es keine Spuren zu sehen gibt, was bei einem Schlechtwettereinbruch zu einem Problem werden kann. Wir entscheiden uns zu gehen und ziehen schließlich unsere eigene Spur über den Langtauferer Ferner hinauf, vorbei am Eisbruch bis zum Weißkugeljoch (3362m). Gehzeit 4 Stunden. Dann überqueren wir den Hintereisferner und steigen bei herrlichem Wetter hinauf zum Hintereisjoch (3469m). Vom Hintereisjoch kommt ein sehr steiler Anstieg, der schier nicht enden will, bis hinauf zum Gipfel. Um 11:45 erreichen wir nach einem 6 1/2 stündigen Aufstieg den Gipfel. Die Aussicht ist herrlich. Man sieht rundherum nichts als Berge. Wir hatten Glück, denn eine Stunde später verschwand der Gipfel in den Wolken und ließ sich für den Rest des Tages nicht mehr blicken. Die letzten 30 Meter (nicht Höhenmeter) über den ausgesetzten Felsgrat zum Gipfelkreuz sind wir nicht mehr geklettert, da Thomas schon ziemlich fertig war und eigentlich nur noch hinunter wollte. So haben wir nur zwei Müsli Riegel verzehrt und sind dann wieder zur Weißkugelhütte abgestiegen.

Kurz vor dem Weißkugel Joch (3362m) 3362m 3513m
Am Langtauferer Ferner Vor dem Weißkugeljoch Am Hintereisjoch

Der Weg, dass heißt unsere Spur, war im unteren Teil des Gletschers kaum mehr zu sehen. Wir kamen jedoch gut voran ohne allzu stark einzusinken und erreichten nach einer 11 stündigen Monstertour um 16:15 wieder die Weißkugelhütte. Eine Stunde später regnete es auch schon wieder. Die extra Portion Spaghetti schmeckte uns nun sehr gut und vom Rotwein konnten wir fast nicht genug kriegen. Diese Aufstiegsvariante erfordert besondere Ausdauer. Erschwerend war auch, dass keine Spuren vorhanden waren und wir daher manchmal bis zu den Knien im Schnee steckten.

9. Juli: Um 7 Uhr wandern wir nach einer erfolgreichen Bergfahrt in etwa 1 1/2 Stunden hinunter ins Tal.

 


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