79.) Gr. Priel (2515m) am 25. u. 26. Mai 1995 Hinterstoder OÖ

 

Am Gr. Priel (2515m)

Am Gipfel

 

Spitzmauer (2446m) , Klinser Schlucht, Brotfall (2360m) und Gr. Priel (2515m)

Am 25. Mai gehe ich vom Parkplatz in Hinterstoder (ca. 600m) um 9:15 gemütlich zur Polsterlucke (640m). Für diese Strecke, die ich heute zum ersten Mal gehe, brauche ich 40 Minuten. Dafür ist diese Bergtour um 100 Schilling billiger als die Touren vorher. Um 9:55 geht's dann weiter hinauf. Um 10:45 bin ich beim sogenannten "Au Weh Bankerl". Nach einer Jausenpause gehe ich um 11 Uhr weiter und komme um 11:40 mit zwei großen Holzscheitern, die ich bei der Seilbahnstütze oberhalb der Märchenwiese aufgeladen habe, am Prielschutzhaus (1420m) an. Ich schätze mein Rucksack wiegt gut 20 Kilo.

Am 26. Mai piepst um 2 Uhr meine Armbanduhr. Ich bin froh, dass es endlich soweit ist, denn seit etwa 1 Uhr kann ich wegen des schnarchenden Zimmerkollegen nicht mehr schlafen. Um 2:15 gehe ich dann auch schon los. Da ab der Hütte noch überall Schnee liegt, brauche ich nur in den alten Spuren zu marschieren. Ich kann mich mit der Stirnlampe sehr gut orientieren. Das Wetter scheint, wenn man den herrlichen Sternenhimmel betrachtet, ganz sicher nicht schlecht zu werden. Es herrscht eine leichte Fönwetterlage, sodass die Temperatur, ich schätze etwa 10 Grad, sehr angenehm ist. Um 5 Uhr bin ich dann auf der Brotfallscharte (2310m). Jetzt muss ich etwas Gas geben, denn ich will bei Sonnenaufgang am Gipfel sein.

Der Sonnenaufgang vor dem Gipfelkreuz des Gr. Priel

Vor dem Gipfelgrat zum Gr. Priel (2515m) Am Schlund (ca. 2450m)

Kurz bevor ich den Gipfel erreiche geht dann hinter dem Gipfelkreuz die Sonne auf. Ich bin von der Schönheit der Natur überwältigt. Schließlich stehe ich um 5:30 am Gipfel. Bis um 7 Uhr genieße ich die Gipfelrast. Von 7 Uhr bis 8:30 dauert der Abstieg im Schnee zum Prielschutzhaus. Die einzige Schwierigkeit ist dabei die relativ steile Brotfallscharte. Da der Schnee durch den Sonneneinfall sehr weich wird muss man aufpassen, dass man nicht ausrutscht und mit einem Schneebrett ins "Tal" abfährt. Nach einer ausgiebigen Rast gehe ich um 12:30 in genau einer Stunde zur Polsterlucke hinunter. Beim Auto am Parkplatz komme ich nach einer wunderschönen Bergtour um 14:05 an.

Die Spitzmauer (2446m) links und der Brotfall (2380m) rechts  Der Blick über den Brotfall und die Spitzmauer in das Tote Gebirge

 


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