80.) Tamischbachturm (2035m) u. Tieflimauer (1826m) am 17. u. 18. Juni 1995 Großreifling/Stmk

 

Am Weg zum Tamischbachturm (2035m)

Der Blick auf die Gesäuseberge

Lugauer, Planspitze u. Hochtor

17. Juni: Mit dem Auto fahre ich nach Großreifling und weiter etwa 5 km auf der Straße nach St. Gallen. Beim Hubenbauer zweigt dann links eine Forststraße ab die man bis zur Bruckwirth Alm (ca. 800m) befahren kann. Von der Alm gehe ich um 7:35 weg. Der Weg Nr. 650 führt vorerst auf der Forststraße gemütlich bergauf. Nach einer ½ Stunde verlasse ich die Forststraße - nun geht es etwas steiler durch den Wald hinauf bis zum Bärensattel (ca. 1350m). Am Bärensattel komme ich um 8:50 an. Die letzte ¼ Stunde bis zur Hütte ist nicht mehr sehr anstrengend. Ich komme um 9:05 auf der Ennstaler Hütte (1543m) an. Von der Hütte genießt man einen herrlichen Ausblick auf den Lugauer, den Zinödl, die Planspitze, das Hochtor, den Reichenstein, das Sparafeld und den Kalbling.

Gr. Buchstein (2224m), Kl. Buchstein (1990m) und Tieflimauer (1820m) Hochtor (2369m)
Gr. u. Kl. Buchstein, Tieflimauer Der Blick ins Gesäuse

Fast zum greifen nahe sind der Kleine- und Große Buchstein. Gehzeit also genau 1 ½ Stunden. Der Aufstieg zur Hütte ist sicher auch für den Sommer empfehlenswert, da der Weg fast ständig im Wald verläuft. Nach einer gemütlichen Jausenpause gehe ich um 10:45 von der Hütte ab in Richtung Tamischbachturm. Leider verschlechtert sich das Wetter. Ich rechne fest mit einem Regenschauer der sich über den Buchstein herüberzieht. Zum Glück komme ich trocken um 11:30 am Gipfel an. Trocken ist jedoch relativ, da ich die 492 Höhenmeter in 45 Minuten gegangen bin, ist mein T-Shirt "leicht" durchschwitzt und fühlt sich nicht mehr so trocken an. Die Gipfelrast genieße ich dann wieder bei Sonnenschein. Von 12:15 bis 13 Uhr gehe ich dann wieder zur Hütte zurück. Dabei mache ich Bekanntschaft mit einer nicht sehr scheuen Gemse, die mich mit dem Photoapparat bis auf etwa 10 Meter an sich heranlässt ehe sie das Weite sucht. Am Nachmittag plaudere ich mit dem Hüttenwirt Peter und der Kellnerin Susi über Nepal und die Welt.

18. Juni: Nachdem es am frühen Morgen geregnet hat, scheint sich das Wetter jetzt zu bessern. Also mache ich mich um 9:45 auf den Weg hinüber zur Tieflimauer. Leider ist die Schönwetterphase nur von kurzer Dauer. Schon nach einer ¾ Stunde wird der Nebel immer dichter. Dies ist alles andere was man auf diesem Weg braucht, denn es ist eine sehr ausgesetzte Gratwanderung und kommt einem Klettersteig schon sehr nahe. Ich steige und klettere jedoch weiter bis die Sicht schließlich so schlecht ist und ich, da ich alleine unterwegs bin, überlege ob es nicht gescheiter währe umzukehren. Nachdem die Steine durch den dichten Nebel und jetzt auch durch den Nieselregen schon sehr rutschig sind, fällt mir die Entscheidung nicht schwer. Um 11 Uhr kehre ich ca. 40 Höhenmeter unter dem Gipfel um, denn ich weiß nicht wie der Weg auf der anderen Seite des Berges hinunter ist. Nach einem sehr vorsichtigen und langsamen Abstieg komme ich bei Regen um 12:30 wieder bei der Wegkreuzung an. Nachdem der Regen um 13 Uhr aufgehört hat, gehe ich wieder am Weg Nr. 650 hinunter. Nach einer Stunde Gehzeit komme ich um 14 Uhr wieder beim Auto an.

 


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