83.) Hochwildstelle (2747m), Greifenberg (2618m) und Hochgolling (2863m) vom 21. bis 23. Juli 1995 in Schladming/Stmk

 

Die Gollingscharte (2326m) links neben dem Hochgolling (2863m)

Der Hochgolling

21. Juli: Mit dem Auto fahre ich nach Schladming und weiter ins Untertal bis zur Grankl Alm (1078m). Um 8 Uhr geht es vorerst steil neben den Riesach Wasserfällen bergauf, dann weiter auf einer Forststraße bis zur Gföllner Alm (1338m). Auf der Alm komme ich um 8:35 an. Von dort führt der Weg vorbei am Riesachsee und kurz vor der Preintaler Hütte geht es wieder leicht hinauf. Die Landschaft ist sehr schön. Das Wetter ist wunderbar. Um 9:35 komme ich auf der Preintaler Hütte (1657m) an. Nach einer Jausenpause gehe ich um 10 Uhr von der Hütte über den Weg Nr. 702 hinauf zum Südgrat der Hochwildstelle. Im oberen Teil des Weges hat man schon eine herrliche Aussicht auf das Waldhorn und die Sonntagkar Seen. Der Südgratweg ist im oberen Teil etwas ausgesetzt - also eine ganz anspruchsvolle Tour. Um 12:25 komme ich am Gipfel an. Nach einer ausgedehnten Mittagsrast geht es um 13:35 am Weg Nr. 782 hinunter zur Neu Alm Scharte (2347m). Um 14:20 komme ich auf der Scharte an. Von hier wäre es nicht weit hinunter zum Steirischen Bodensee. Der Weg führt dann weiter vorbei etwas oberhalb der Neu Alm. Um 15:35 komme ich mit einem riesigen Durst, denn die letzte Stunde war mörderisch heiß, wieder bei der Preintaler Hütte (1657m) an.

2702m Der Hochgolling (2863m), die Gollingscharte (2336m) und der Zwerfenberg (2642m)
Das Waldhorn Almrauschblüte am Robert Höfer Steig Der Hochgolling

22. Juli: Von der Preintaler Hütte (1657m) gehe ich um 6:30 weg. Der Weg führt leicht bergauf, vorbei an einigen kleineren Seen, die zum Teil noch halb mit Schnee voll sind. Im oberen Klafferkessel (2311m) komme ich um 8 Uhr an. Weiter geht's fast eben durch den Klafferkessel und dann hinauf auf den Greifenberg (2618m). Am Gipfel bin ich um 9 Uhr. Die Aussicht auf die Niederen Tauern, den Klafferkessel und den Hochgolling ist wunderschön.

2747m Der Blick vom Greifenberg (2618m) auf die Klafferseen 2863m
Auf der Hochwildstelle Am Greifenberg Am Hochgolling

Leider sind sehr viele Leute am Gipfel, sodass ich mich nicht lange aufhalte und um 9:20 zur Golling Hütte hinunter gehe. Bei der Golling Hütte (1650m) komme ich um 10:25 an. Da ich noch soviel Zeit habe breche ich nach der Mittagspause um 11:15 auf. Ich habe mir vorgenommen, wegen der vielen Leute die meist auf der Gollinghütte sind, noch über die Gollingscharte zur Landawirsee Hütte zu gehen. Vorerst führt der Weg eben in den Talschluß. Kühe und Pferde weiden hier. Es ist sehr schön und die Sonne brennt ganz schön herunter. Jetzt geht es steil hinauf zur Golling Scharte (2326m). Um 12:45 komme ich oben an. Nun sind es nur mehr 500 Höhenmeter bis zum Gipfel denke ich mir. Nach einer kurzen Rast mache ich mich um 13:05 auf den Weg hinauf zum Golling. Der Weg ist zwar relativ steil, jedoch sehr gut angelegt und somit nicht schwierig zu gehen. Um 14:15 erreiche ich über den Normalweg den Gipfel des Hochgolling (2863m). Der Blick zurück zum Greifenberg und zur Hochwildstelle ist beeindruckend. Man möchte nicht glauben, dass man gestern noch so weit entfernt auf einem Gipfel gestanden hat. Nachdem sich jetzt bereits über dem Waldhorn ein Gewitter zusammen braut, beschließe ich gleich wieder hinunter zu gehen. Um 14:35 steige ich wieder ab und komme um 15:30 wieder auf der Golling Scharte an. Das Wetter hält zum Glück, denn auf dem Hochgolling möchte ich keine Bekanntschaft mit einem Gewitter machen. Nach einer Rutschpartie von etwa 150 Höhenmetern über ein Schneefeld gehe ich dann über den Höhenweg zur Landawirsee Hütte (1985m). Um 16:20 komme ich nach einem ausgefüllten und anstrengenden Bergtag endlich zur Ruhe. Ich genieße den Abend vor der Hütte. Es blitzt und donnert, doch das Gewitter will nicht richtig loslegen. Erst gegen Mitternacht kracht es dann richtig draußen.

Der Trattensee, der Greifenberg (2618m) und dahinter der Hochgolling (2863m) 2747m Der Blick nach Osten Der Blick nach Westen
Aufstieg zur Hochwildstelle Auf der Golling Scharte

23. Juli: Schlechtwetter ist angesagt. Der Nebel zieht herum. Man sieht kaum einmal den Höhenweg und kaum einmal die Golling Scharte. Manchmal nieselt es leicht. Um 7:45 gehe ich dann von der Hütte ab. Über den Höhenweg komme ich flott voran. Jetzt gilt es das kleine steile Schneefeld vor der Scharte zu überqueren. Durch den Regen und die kühlere Temperatur ist der Schnee sehr hart geworden. Vorsichtig schlage ich mir eine Stufe nach der anderen in den Schnee. Nachdem ich das Schneefeld überquert habe gehe ich über das flachere Schneefeld hinauf zur Gollingscharte. Auf der Scharte komme ich um 9:05 an. Der Abstieg zur Golling Hütte ist dann bis um 10 Uhr erledigt. Nach einer 15 Minuten Pause geht's dann hinunter ins Tal. Nachdem ich 5 Minuten gegangen bin geht's mit dem Regen auch schon los. Nach einer Gehzeit von einer Stunde und 15 Minuten im Regen komme ich völlig nass um 11:30 beim Auto an.

 


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