Wenn man das Treyben hier in Hörzogburg so betrachtet, mecht man glauben der leibhaftige Gottseybeyuns mit seynen Vasallen hat hier Einzug gehalten. Diese Markttäg bringen soviel Unruh in unsern  sunst so ruhigen Orth, dass die so gefürchtete Pest nit größere Straff seyn kunnt.
Nit nur Handels- und Kauffmannsleuth sind herbey gezogen, Gaukler, Bettler, Theatervolk und manch anders zwielichtige Gesindel hat sich hinzu gesellt, belustigen und belästigen unsre ehrbaren Bürger und machen den Maiden schöne Augen. Mecht nit wissen, was in neun Monden so alles dazu kimmt. 

Die Weg und die Gassen werden eng, der vielen Leuth wegen. An allen Ecken stehn die Ständ der Tandler und in der Luft treibt der Geruch von gebratenem Ochs, Schweyn und manch andren Leckereyen.

Fortsetzung