Haustierhilfe Burgenland
Wer sind wir?
Mit uns leben 6 Hunde und etwa 30 Katzen. Wie es dazu gekommen ist? Nun, einige wenige Haustiere waren durchaus geplant, der Großteil aber waren Tiere in Not. Wir haben zum Beispiel einmal eine Kiste voller Katzenbabies auf einem Parkplatz gefunden. Wir wollten damit sofort ins nächste Tierschutzhaus weil die Kätzchen noch sehr klein waren und dringend Hilfe brauchten. Aber Fehlanzeige, wir wurden wegen Überfüllung weg geschickt. Wir fuhren in die nächste größere Stadt, aber nur um dort ebenfalls mit den Worten "Wir sind leider voll!" abgewiesen zu werden. Wir fuhren 100
km nach Wien ins größte Tierschutzhaus Österreichs aber auch dort hat man uns mit der Kiste voller Katzenbabies wegen Überbelegung abgewiesen. Wir konnten die kleinen, hilflosen Kätzchen aber doch nicht verhungern lassen!
Als uns die Dame vom Tierschutzhaus gefragt hat ob wir denn die Kitten nicht selber aufnehmen könnten, haben wir uns entschlossen den Katzenbabies zu helfen indem wir sie bei uns aufnehmen und sie mit der Flasche großziehen. So vergingen die Jahre und wir konnten vielen Haustieren in Not helfen: indem wir sie aufgenommen und aufgepäppelt haben, sie kastriert
bzw. sterilisiert haben, und sie dann entweder an gute Plätze vermittelt oder bei uns zu Hause aufgenommen haben. Dann kam die sogenannte Finanzkrise und Schlagzeilen wie diese machten die Runde:
Kein Geld für Haustiere
"Keine Arbeit, kein Geld, kein Futter", diese Worte hören die Mitarbeiter des Salzburger Tierheims in den letzten Monaten besonders häufig: "Es ist rundherum eine Katastrophe", erzählt Ulrike Weinberger: "Pro Woche rufen sicher zehn Leute an, die sich ihr Haustier nicht mehr leisten können." "Langsam platzen die Auswirkungen der Krise überall auf", kennt Robert Buggler von der Armutskonferenz die Entwicklung. Zwölf Prozent der Salzburger sind armutsgefährdet, Tendenz steigend.
Quellenangabe: Stadtblatt Salzburg, am 31.03.2010, http://regionaut.meinbezirk.at/salzburg-stadt/leute/kein-geld-fuer-haustiere-d29697.html (abgerufen am 10.3.2012)
|
So tönt es nun seit Jahren und ein Ende ist nicht in Sicht, die Tierschutzhäuser sind voll! Erschütternde Zahlen zur Situation der Tierschutzeinrichtungen in Österreich liefert eine Arbeit von Diplom Tierärztin Angelika Schlager, aus dem Inhalt:
"Diese Arbeit basiert auf einer Datengrundlage von 134 retournierten Fragebögen und 61 persönlichen Besuchen in Tierheimen, Asylen und Gnadenhöfen im gesamten Bundesgebiet.
[...]
Im Westen Österreichs sind die Institutionen fast zur Gänze ausgelastet, im Osten überlastet."
Quellenangabe: Veterinärmedizinische Universität Wien, 2003, http://permalink.obvsg.at/AC04032353 (abgerufen am 13.3.2012)
|
Nicht nur, aber auch deswegen haben wir uns entschlossen die "Haustierhilfe Burgenland" zu errichten um so aktiven Tierschutz noch besser ausüben zu können. Wir bieten alten, kranken, verwaisten oder unliebsamen Haustieren einen Platz zum Leben und zum glücklich sein! Der Verein bildet das Fundament für eine Mischung aus Tierheim, Tierasyl und Gnadenhof: Hund Billy zum Beispiel wurde von uns aufgenommen, kastriert und nach kurzer Pflege an einen sehr guten Platz mit Familienanschluss vermittelt (=Tierheim), Ente Lisa durfte ihren Lebensabend bei uns im Garten verbringen weil ihre Besitzerin ins Altersheim musste (=Gnadenhof), im Winter 2011/2012 kam fast ein Dutzend neue Katzen zu uns weil deren Besitzerin verstorben ist (=Tierasyl). In einer Arbeit von
DDr. Regina Binder heißt es es zur Begriffsbestimmung:
"Während Tierheime nach allgemeiner Vorstellung die Aufgabe haben, die Insassen an neue Halter zu vermitteln, besteht die Tätigkeit von Tierasylen und Gnadenhöfen in erster Linie darin, die aufgenommenen Tiere bis zu ihrem natürlichen Lebensende zu betreuen. Der Gesetzgeber stellt Tierasyle und
Gnadenhöfe den Tierheimen gleich."
Quellenangabe: Oberrätin DDr. Regina Binder: Im Spannungsfeld zwischen Lebensschutz und Ökonomie: Tierschutzrechtliche und ethische Aspekte der Euthanasie in Tierheimen, Stand November 2011, http://www.tieranwalt.at/upload/files/DDr_Binder_.pdf (abgerufen am 14.3.2012)
|
Wen pflegen wir? Ein paar Tiergeschichten!
Jedes unserer Tiere hat seine eigene Geschichte, ein paar davon möchten wir hier kurz niederschreiben, viel Freude beim Lesen!
Die Mächtigen Drei: Berli, Xena und Tigger;
Susi und Nikki,
Magic,
Die Drei Musketiere: Lilly,
Pezi und Puh;
Billy,
Silvester,
Aki,
Strommer und Kiri,
Bonsai,
Fast ein Dutzend: Samson, Prälat, Kitty, Wuschi, Isis, Merlin, Timmy, Tobi, Sunny und Lizzy.
"Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück."
Charles Darwin (1809-1882), Britischer Naturwissenschaftler u. Evolutionsbiologe